Yoga, ach was, ist nichts für mich, kann und will ich nicht.

Ich habe auch mal so gedacht, hielt Yoga für eine Erfindung esoterisch orientierter Leute, die mit geschlossenen Augen stereotype Wortfolgen vor sich hinsagen.

Aber das ist es nicht. Yoga kann so viel. Einige Aspekte betrachte ich heute einmal:

Was ist Yoga?

Yoga – Körper und Seele in HarmonieDas Wort Yoga kommt aus dem indischen Sanskrit und bedeutet Einheit und Harmonie. Mit der Ausübung von Yoga harmonisieren wir Körper, Geist und Seele. Wir werden uns der ursprünglichen Einheit und Verbundenheit mit dem gesamten Kosmos bewusst. Über das Erlernen von Techniken kann Yoga für mehr Lebensqualität, Ausgeglichenheit und Energie genutzt werden.

Es gibt sehr viele unterschiedliche Yogaformen. Sie alle bieten Instrumente wie Körperübungen, Atemübungen, Entspannungsübungen und Meditation in unterschiedlicher Intensität, je nachdem, für welche Form wir uns entscheiden. Dazu gehört natürlich auch gesunde Ernährung und positives Denken.

Yoga kann mit ganz unterschiedlichen Schwerpunkten ausgeübt werden. Je nach dem, für welche Form man sich entscheidet, ist mehr oder weniger schweißtreibend. Die meisten Anfänger beginnen mit Hatha-Yoga, eine sehr körperliche Form. Hier dürfen auch Hilfsmittel benutzt werden, die es Anfängern leichter machen, die Übungen durchzuführen. Power-Yoga ist eine moderne Yoga-Form, die beinahe sportlich orientiert ist und abgeleitet wurde von dem alten Vinyasa-Yoga.

Ich persönlich bevorzuge inzwischen das Kundalini-Yoga, eine Yoga-Richtung, die man auch das Yoga des Bewusstseins nennt und die Ruhephasen und Meditation mit körperlich fordernden Übungen und schnellen Bewegungsabläufen kombiniert.

Wie profitiere ich von Yoga?

Durch das Erlernen von Atemtechniken, bewusstem Ein- und Ausatmen, Bauchatmung, komme ich zu Ruhe. Alle Konzentration ist bei mir. Gedanken werden durch das Denken und Aufsagen von Mantras geführt, schlechte Gedanken und Probleme haben jetzt keinen Platz in meinem Kopf.

Die körperlichen Übungen machen beweglich. Das viele Sitzen in der heutigen Zeit, die wenige körperliche Belastung, die wir uns im Alltag noch zumuten, das alles lässt unsere Sehnen und Bänder verkümmern. Das merkt jeder, der zum ersten Mal Yoga praktiziert. Es schmerzt. Aber es wird jedes Mal besser. Einfache Übungen, die minutenlang gehalten oder wiederholt werden, machen uns bewusst, wie unaufmerksam wir mit unserem Körper umgehen und wieviel Potential in ihm steckt.

Immer wieder staune ich über meine Yoga-Lehrerin, die mein Alter hat und so bewundernswert beweglich ist, eine absolut aufrechte Haltung hat und eine entspannte Gelassenheit ausstrahlt.

Eine Yoga-Einheit endet immer mit Entspannungsübungen. Etwas, das viele gar nicht mehr können. Entspannen. Spannung rausnehmen. Abschalten. Ganz bei sich selbst sein. Sich selbst wahrnehmen. Atemzüge und Empfindungen.

Ich bin als großer Skeptiker zum Yoga gekommen und heute begeisterte Anhängerin.

Brauche ich einen Lehrer?

Klares Ja. Zumindest am Anfang ist es besser, wenn jemand deine Übungen anleitet und auch die Mantras und die Entspannung führt. Es ist für die körperlichen Übungen sicherer, weil Fehlhaltungen und falsche Abläufe sich sonst schnell verfestigen und zu Beschwerden führen können. Besonders der Rücken ist da anfällig. Auch tut geführte Entspannung einfach gut. Du bist in einem Kurs oder bei deinem Lehrer und hast jetzt einfach nicht anderes zu tun, als dich auf dich selbst zu konzentrieren. Zuhause wärst du vielleicht ständig abgelenkt von deinen Gedanken an Pflichten, von Geräuschen, vom Telefon. Wenn du später gelernt hast, dich auf dich selbst zu konzentrieren, kannst du Yoga jederzeit und überall alleine für dich praktizieren.

Fazit: Yoga lehrt uns, bewusster und achtsamer mit uns selbst umzugehen. Es lehrt uns zu entspannen und Dinge loszulassen, die uns im Alltag belasten. Daneben macht es uns beweglicher. Es ist eine mentale und körperliche Bereicherung, die ich dir gerne ans Herz lege. Voraussetzung ist natürlich, dass du bereit bist, dich darauf einzulassen. Spannung abgeben und Dinge loslassen führt uns in einen Zustand, in dem die äußeren Einflüsse des Alltags keinen Zugriff auf uns haben. Das heißt Loslösung von dem, was uns wie ein Gerüst hält, und Hinwendung zu uns selbst. Dafür brauchst du Mut. Den wünsche ich dir.

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