Ja, richtig gelesen. Wer schlank sein will, muss essen.

Nun ist das für viele ja keine neue Erkenntnis, die Frage ist, wieviel und was.
Wieviel ist ganz individuell, eben bis man satt ist. Hunger soll in einer Ernährungsumstellung nicht vorkommen. Deshalb ist es so wichtig, was wir essen, denn unsere Nahrung soll uns ja gut sättigen.
Jahrzehntelang ließ man uns in dem Glauben, dass Fett böse ist und Kohlenhydrate gesund sind. Fett als Ursache alles Übels, aller Herzkrankheiten, allen Übergewichts. Und erst die gesättigten Fette. Butter wurde verbannt, Eier auf 2 Stück in der Woche reduziert und Fleischesser böse angeschaut. Milchprodukten wurde der natürliche Fettgehalt beschnitten, Joghurts mit Hilfe von Emulgatoren und anderen Hilfsmitteln schmackhaft gemacht, denn woher soll Geschmack kommen, wenn kein Fett da ist?

Wir werden damit aber nicht gesünder. Im Gegenteil, die Anzahl der übergewichtigen Menschen steigt rapide, Bluthochdruck und Herzkrankheiten werden mehr und Krebs und Alzheimer mutieren zu Volkskrankheiten.

Wo ist der Fehler? Wir leben doch gesund, so wie man es uns weismachen möchte. Mit viel Obst und ohne Fett? Das wir immer dicker werden und kaum noch richtig satt werden ohne zuzunehmen, liegt gewiss daran, dass wir zu wenig Kalorien verbrennen, oder? Was läuft falsch?

Schauen wir in die Vergangenheit, so kommen wir schnell an den Erfinder dieser Fett-Phobie. Der amerikanische Physiologe Ancel Keys hatte als Ursache für Herzkrankheiten das Cholesterin im Verdacht. Er erstellte in den 1950er Jahren eine Studie, in der er vermeintlich nachwies, dass in den Ländern, in denen mehr Cholesterin gegessen wurde, eine höhere Herzinfarktrate bestand.

Tatsächlich hätte Keys das Gegenteil nachgewiesen, hätte er seine komplette Studie veröffentlicht. Aber um das gewünschte Studienergebnis zu erhalten, pickte er sich die 7 Länder heraus, in denen sich auf den ersten Blick der gewünschte Zusammenhang nachweisen ließ. Ein von der amerikanischen Regierung und auch von der mächtigen Zuckerindustrie sehr erwünschtes Ergebnis. Die Grundlage für den Hype um die vermeintlich gesunden Kohlenhydrate war gelegt und Kampagnen wie „5 a day“ war Tür und Tor geöffnet. Die Maisproduktion in den USA, aufgrund der damals schlechten Wirtschaftslage von der Regierung subventioniert, lief auf Hochtouren und hatte endlich die gewünschten Umsätze.

Leider ist die Mär von den bösen Fetten und dem bösen Cholesterin fest in den Köpfen der Menschen. Industrie und Medien tun das ihre dazu, damit sie dort bleibt. Erst ganz langsam setzt sich durch, was eine gesunde Ernährung tatsächlich ausmacht: Wenig Kohlenhydrate, gute und gesunde Fette zusammen mit Eiweiß aus natürlichen Quellen.

Fett ist gesund und macht satt. Eiweiß ist gesund und macht satt. Unser Körper braucht diese beiden sogenannten Makronährstoffe lebensnotwendig. Kohlenhydrate braucht er nicht zwingend, die kann er zur Not selbst herstellen. Das heißt nicht, dass wir nur noch Butter und Fleisch essen sollen. Gemüse verfügt über eine Vielzahl guter und gesunder Begleitstoffe, Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe, von denen unser Körper profitiert. Auf die richtige Zusammensetzung kommt es an. Und genau die ist sehr individuell. Wir funktionieren zwar alle in einem gleichen Rahmen, darin jedoch sehr individuell. Grundsätzlich kann man aber für alle sagen: Esst mehr Fett und weniger Zucker, dann macht Essen auch schlank.

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